Meisterkurse und Konzerte

22. Juli - 2. August 2021

Simone von Rahden (Viola)

Die Bratschistin Simone von Rahden (geb. Jandl) erhielt von Kindesalter an Klavier-, Gesangs- und Violinunterricht an der Städtischen Musikschule Mannheim. Im Alter von neun Jahren wechselte sie von der Geige zur Bratsche und sammelte erste Streichquartett- und Orchestererfahrungen. Ihr Violastudium absolvierte sie bei Prof. Wolfram Christ in Freiburg und bei Prof. Tabea Zimmermann in Berlin, wo sie 2011 das Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte.

Preise und Stipendien erhielt sie u.a. als Mitglied im Viktor-Ullmann-Quartett bei nationalen und internationalen Jugendwettbewerben, von der Kulturstiftung Baden-Württemberg, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jütting-Stiftung Stendal. 2004 erhielt sie eine Förderung durch Claudio Abbado, der den ihm verliehenen Preis der Düsseldorfer Kythera-Stiftung an herausragende Nachwuchsmusiker weitergab.

Als Kammermusikerin bereiste Simone von Rahden neben vielen europäischen Ländern auch Japan, die USA und Israel, dabei musizierte sie mit Künstlern wie Martha Argerich, Sir András Schiff, Alexander Lonquich, Pierre-Laurent Aimard, Stephan Picard, Stefan Hempel, Ilya Gringolts, Matthew Truscott, Malin Broman, Tabea Zimmermann, Danusha Waskiewicz, Antoine Tamestit, Alexander Hülshoff, Julian Steckel, Christoph Richter und dem Altenberg Trio. Zu ihren derzeitigen künstlerischen Partnern gehören Kristian Bezuidenhout, Clara Andrada de la Calle, Lorenzo Coppola, Alec Frank-Gemmill, Yannick Rafalimanana, das Consone Quartet und das Amaryllis Quartett. Mit Lorenza Borrani, Maia Cabeza, Max Mandel und Luise Buchberger spielt sie seit 2018 im Streichquintett „Spunicunifait“, im „Quartetto Bernardini“ spielt sie mit Marcus van den Munckhof, Cecilia und Alfredo Bernardini.

Neben ihrer Mitgliedschaft im Chamber Orchestra of Europe seit 2009 und im Spira mirabilis Projekt war Simone von Rahden seit Gründung der Klangkörper durch Claudio Abbado im Lucerne Festival Orchestra und im Orchestra Mozart Bologna aktiv, 2008/2009 war sie außerdem Solobratschistin des Gran Teatre del Liceu Barcelona. Dieselbe Position nahm sie als Gast auch beim Philharmonia Orchestra London, bei der Kammerakademie Potsdam und bei der Kammerphilharmonie Bremen ein. Seit einigen Jahren widmet sie sich verstärkt auch der historischen Aufführungspraxis, so spielt sie regelmäßig beim Dunedin Consort Edinburgh, bei Concerto Copenhagen, der Internationalen Bachakademie Stuttgart, dem Dresdner Festspielorchester und beim Orchestra of the Age of Enlightenment, wo sie 2016 die Stelle als Solobratschistin antrat.

Als Solistin mit Orchester trat Simone von Rahden mit der Philharmonie Baden-Baden, „El Teatre Instrumental“ Barcelona, der Philharmonie Südwestfalen, dem English Haydn Orchestra, der Hamburger Camerata und dem WDR-Sinfonieorchester Köln auf.

Seit 2014 ist sie Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, zunächst als Assistentin von Tabea Zimmermann, seit 2015 betreut sie eine eigene Klasse. Zusätzlich unterrichtet sie seit Oktober 2020 an der hmt Rostock.